Tourismus

Städtereise – urbanes Sommerfeeling

Bayerns Städte bereiten sich wieder auf Besucher und Urlauber vor. Nach den Geschäften, Museen und Restaurants dürfen auch wieder Konzerthäuser, Theater, Kinos und andere Kulturstätten ihre Pforten öffnen. Wer eine Städtereise unternehmen möchte, findet auf der Website www.bayern.by/raus der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH (BayTM) Geheimtipps und weitere gute Gründe für urbanes Sommerfeeling im Freistaat. 

Ob München, Augsburg, Würzburg oder Regensburg, ein Gutes hat ein City-Trip mit Sicherheit: Städte bieten zurzeit viel Platz für Erkundungen und zum Verweilen – in Museen, Galerien und anderen Kulturbetrieben, aber auch auf den Straßen und grünen Parkanlagen. Bayerische Persönlichkeiten verraten Insidertipps und einige Lieblingsplätze in ihrer Heimatstadt. 

Street Art trifft auf Mittelalter 

Vom Dom zur Steinernen Brücke und zum Alten Rathaus – ein Rundgang durch die Altstadt sei jedem Regensburger Besucher geraten, zum Genießen, zum Erfahren der Geschichte und Geschichten der zweitausend Jahre alten Stadt. Doch stößt man in den verwinkelten Gassen auch auf manche Überraschung der anderen Art: Bunte Phantasiewelten verzieren die vier Fassaden des Jugendzentrums Kontrast. Mural Art heißt die Kunst von Andre Maier, die man hier und in anderen Ecken der Stadt bewundern kann. Das jüngste und in jeder Hinsicht überragendste Werk des 35-jähringen Street-Art-Künstlers ist der Innenhof des Hotels „Münchner Hof“. Dort erstreckt sich das Bildnis einer Frau auf einer Außenwand über fünf Stockwerke. Und einen Insidertipp hat der Künstler auch bereit: „Einer meiner Lieblingsorte in Regensburg ist das Degginger, weil ich dort schon viele Projekte gemacht habe. Ausstellungen, dann das Mural Art im Eingangsbereich und viele Live Paintings. Zu dem Kreativzentrum gehört auch ein schönes Café – da habe ich übrigens die Speisekarte gestaltet. Mit ungefähr 100 Illustrationen“, schwärmt Künstler Andre Maier von seiner Wahlheimat. 

Weingenuss für den guten Zweck 

Inmitten von Weinbergen direkt am Main liegt die lebendige Weinstadt Würzburg. Die Residenz von Balthasar Neumann ist als UNESCO-Welterbe einer der berühmtesten 

Magnete für Besucher. Im weitläufigen Hofgarten kann man Spazieren gehen oder einfach im Biergarten herrschaftlich relaxen. Die Stadt genießen heißt aber auch Wein verkosten – und das geht in Würzburg sogar zum guten Zweck: Wer im Bürgerspital Weinhaus unterm Glockenspiel den exzellenten Riesling, Silvaner oder Burgunder der Stiftungsweingüter des Bürgerspitals und Juliusspitals verkostet und als Mitbringsel einkauft, hilft Bedürftigen. Seit mehr als 440 Jahren fließen die Gewinne aus dem Weinbau in die Spitale. „Der Wein ist bei uns schon immer Brot und Wasser und somit Lebensmittelpunkt gewesen. Er ist ein wesentliches Kulturgut und in ganz Mainfranken von übergeordneter Bedeutung – für die Region, für die Bevölkerung und für die Wirtschaft“, erzählt Robert Haller, Weingutsdirektor im Juliusspital. 

Städtebauliche Skurrilität als Attraktion 

Weinreben ranken auch an den Fassaden der pittoresken, ockerfarbenen Reihenhäuschen der Fuggerei in Augsburg. Einst gegründet, um bedürftigen Bürgern ein bezahlbares Dach über dem Kopf zu schaffen, lebt die Fuggerei bis heute fort. „Gäste begeistert die Geschichte dieser städtebaulichen Skurrilität und dass ein Projekt, das sich vor 500 Jahren jemand ausgedacht hat, so lange durchhält. Hinzu kommt, dass die Fugger an ganz vielen Stellen in Augsburg eine Rolle spielen“, berichtet Wolf-Dietrich Graf von Hundt, Geschäftsführer der Fuggerei. Auf eine Stadtführung zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem Stadtpalast mit seinen drei Serenadenhöfen nimmt Heinz Schulan seine Gäste mit. Der Schauspieler mit Goldmütze und Gewand verkörpert Jakob Fugger seit 15 Jahren auf der Bühne und eben auch als Stadtführer. 

Lässig bayerisch: München im Sommer 

Abseits des Viktualienmarkts und Marienplatzes erwartet im Münchner Vorort Oberschleißheim der Künstler Thomas Neumann die Besucher in seinem Atelier. Seine Bilder sind aber auch an bekannten Orten der Stadt zu sehen – zum Beispiel im Kaminsaal des Wirtshaus am Nockherberg. Am liebsten malt er Dirndl und Lederhosen, Kühe und Berge, Schuhplattler und Holzhacker. Nicht als Klischees, und auch nicht als Verneigung vor der Vergangenheit, sondern weil er in seinen Motiven Symbole einer sehr lebendigen, bayerischen Identität sieht. Und wenn er nicht gerade malt, arbeitet Neumann als Werbegrafiker und erkundet neue Seiten seiner Geburtsstadt: „Mein Lieblingsstadtteil ist Giesing, das frühere Glasscherbenviertel. Heute finde ich dort das, was es vor vielen Jahren mal in Schwabing gegeben hat. Ein echtes Insider-München. Hier wird Tradition auf sehr lässige und junge Art gelebt.“ 

Weitere Informationen und städtische Ausflugstipps in ganz Bayern: www.bayern.by/raus

Presseinformation BayTM, 08.06.2020

Foto: Thomas Neumann in München – www.bayern.by / Bernhard-Huber.jpg